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    August 24

    Eine Reise ohne Personalausweis....

    ...so oder so ähnlich sehen viele Menschen ihren Weg durch das WWW, durch die weiten Welten des Internets. Wurde noch vor Jahren dessen Anonymität genauso geschätzt von den einen wie gehasst von den anderen ist inzwischen mehr und mehr klar, das das Medium Internet eine Plattform darstellt, die mit Vorsicht zu geniessen ist. Zwar ermöglicht sie schnellen Kontakt zu "Menschen" an weit entfernten Orten, verhindert jedoch gleichermassen, den Menschen hinter dem Pseudonym kennen zu lernen wenn dieser das nicht wünscht. In Chaträumen überall auf der Welt haben sich Menschen dieses Phänomen zunutze gemacht und sich Pseudonyme zu eigen gemacht, deren Nickname nur die Oberfläche von etwas war, das man gut und gerne einen "virtuellen Menschen" nennen konnte - sie schufen sich unter dem Deckmantel des Internets komplett neue virtuelle Persönlichkeiten und lebten diese, zumindest in den Stunden in denen sie online waren. Da wurde der Müllkehrer zum Millionär und umgekehrt - und wenn man sich in seiner Traumwelt zu weit verstrickt hatte war es ganz einfach...man drückte den AUS-Knopf des Rechners und entschwand den Augen und dem Gespür des Gegenübers oder verliess den Chatraum um vielleicht Minuten später mit neuem Namen und neuer "Persönlichkeit" wiederzukommen - manche so perfekt, das keine Wiedererkennung möglich war. Jeder Chat ist in gewisser Weise eine Illusion, rein durch Worte werden Szenen heraufbeschworen und nur der der diese Bilder malt und die die sie verstehen oder sich entsprechend darauf einlassen befinden sich "im gleichen Film" wer seiner Phantasie nicht den Raum zu lassen versteht findet sich vor einem Bildschirm wieder auf dem sich viele sinnlose Worte und Sätze häufen. Für Menschen auf der Suche nach Kontakten und tieferen Gesprächen konnte und kann sich das Internet gut und gerne als oftmals nicht nur emotionale Falle herausstellen. Einsame Menschen neigen dazu sich in die Worte des Gegenübers in Unkenntnis der realen Persönlichkeit zu verlieben, etwas das auch nicht gerade selten von gewissen Menschen gezielt ausgenutzt wurde. Ein Bekannter von mir, selber langjähriger Chatter äusserte sich mir gegenüber demletzt mit folgenden Worten darüber: "Reduziere einen Menschen auf seine Worte und du hast - zumindest im Internet - die perfekte Waffe gegen ihn in der Hand - die dahinterliegenden Gefühle nämlich!"

    Diesbezüglich gibt einem Menschen das Internet und gerade der Chat nämlich vollen Schutz. Die Motiver derer, die mit den Gefühlen anderer spielen sind mannigfaltig - angefangen von denen die "einfach mal sehen wollen wie weit sie selber gehen" bis hin zu denen die "mal sehen wollen wie weit ein anderer geht" über die die GEZIELT und kaltblütig ihre Worte dazu einsetzen andere Menschen in die Irre zu führen ist wahrscheinlich alles vertreten. Und man bedenke IMMER - es ist NIEMALS klar welche Person gerade an dem Rechner sitzt von dem aus geschrieben wird. Aufzeichnungen, sogenannte Chatlogs bieten ebenfalls keine Sicherheit denn man kann allenfalls beweisen unter welchem Pseudonym die Texte verfasst wurden aber niemals von wem. Und die Gefühlswelt der Menschen ist für das Internet nach wie vor nicht geeignet oder wäre es nur wenn auf beiden Seiten völlige Ehrlichkeit herrschen würde. Freunde von mir haben sich von der Kommunikationsplattform Internet schon zurückgezogen "es wird eh alles verdreht und über Menschen gesprochen statt mit ihnen" lautet nur eine der Aussagen mit denen ich diesbezüglich konfrontiert wurde.

    Andererseits sage ich....die diesbezügliche anscheinende HÄUFUNG des Phänomens Unehrlichkeit ist so gesehen so etwas wie eine optische Täuschung denn durch  das Internet hat einfach die zahl derer zugenommen mit denen man in Kontakt kommt wenn man das will somit automatisch auch die zahl der unehrlichen Gesellen darunter. Menschen die andere Menschen und deren Gefühle nicht achten hat es immer gegeben und wird es immer geben insofern ist durch das Internet lediglich der Kreis derer grösser geworden die diese Menschen erreichen können. Wer betrügen will betrügt auch sagte meine Mutter immer und ich glaube ich bin geneigt ihr diesbezüglich Recht zu geben, wer diese "GABE" besitzt, wem andere Menschen und ihre Gefühle nichts bedeuten der wird immer ob jetzt mit Internet oder nicht an den Punkt kommen an dem er sein Opfer findet. Also sollte man als ehrlicher Mensch einfach eines machen....sein wir man ist, grade stehen und gehen und ein bischen auf sein Herz aufpassen - dann kann die Plattform Internet durchaus auch für positive Erlebnisse sorgen...und Nächte im Chat mit Bauchschmerzen vor Lachen sind da nur der Anfang!!! 

    August 21

    "Wir haben uns...

    ....leider irgendwann aus den Augen verloren...!"

     

    Mehr oder weniger wehmütig klingt er, dieser Satz wann immer man ihn hört. Und man hört ihn oft! Beginnend bei Gesprächen über den Klassenkameraden von der Bank nebenan, über die erste grosse Liebe und alle weiteren, ist er aus dem deutschen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. "Wir haben uns aus den Augen verloren...." - was steckt eigentlich HINTER diesem Satz. Oft ist er schlicht und ergreifend gelogen. Man hat sich nicht "aus den Augen verloren", man hat sich zerstritten, verfeindet, vielleicht sogar einseitig oder beidseitig körperliche Gewalt angetan und irgendwann trennten sich die Wege weil einer nachgab, Ruhe gab, aufgab - und "seiner Wege ging"...wohin ihn diese auch immer geführt haben mögen. Manchmal steht dieser Satz aber auch für "wir gehen uns aus dem Weg" - auch hier steht dieser Satz also für einseitige oder beidseitige Antipathie. Genauso oft steht dieser Satz für "irgendwann habe ich den Kontakt abgebrochen" oder für...."er/sie war mir irgendwann nicht mehr wichtig genug um den Kontakt aufrechtzuerhalten und ihm/ihr scheint es genauso zu gehen sonst hätte ja er/sie sich gemeldet!"

     

    Immer aber ist seit dem eigentlichen Ereignis und dem Tag an dem dieser Satz gesprochen wird eines passiert...es ist Zeit vergangen. Zeit, die die Geschehnisse von damals relativiert, die den Taten ihren Schrecken und den Verletzungen ihren Schmerz genommen hat, Zeit die Wunden heilte und Wehmut erzeugte....und vielleicht auch das eine oder andere mal den Gedanken "was mag er/sie jetzt wohl machen" aufkommen liess, aber den schiebt man schnell wieder beiseite....schliesslich ist es Vergangenheit - und die wiederum soll auch vergangen bleiben!

     

    Und dann passiert es....kaum ein paar Tage sind seit dem Gespräch vergangen....die Gedanken waren sicher häufiger mal mehr in der Vergangenheit als sonst...da rennt man in Gedanken beim Einkaufen eine Person um....genau DIE Person, über die man noch gesprochen hat....Und auf einmal ist alles wieder gestern....gerade erst vorbei....die Erinnerung frisch wie als wäre es gestern gewesen.

    Und? Sieht man die Chance? Nutzt man sie? Oder steht man wenige Minuten später immer noch total baff an der selben stelle, und könnte sich in den Hintern beissen über das was man nicht gesagt, nicht getan hat?

    Manchmal ...manchmal erteilt das Schicksal in dieser Hinsicht noch deutlichere Lektionen...."ich melde mich ganz bestimmt mal, versprochen!" waren meine Worte ...dann kam dieses...dann kam jenes...irgendwann hatte ich es vergessen. Bis zu diesem Tag, an dem ich die Zeitung aufschlug und die Todesanzeigen las.....seitdem kann ich wenigst sicher sein das DIESER Freund nicht mehr umzieht.....................!

    Ja ich weiss, das war makaber...aber es steht für das was Menschen nur allzu gut können.....viel zu sorglos mit ihren Gefühlen und den damit verbundenen Menschen umgehen! Dinge aufschieben, vor sich herschieben und es müssen noch nicht einmal unangenehme Dinge sein, manchmal ist es einfach das Ungewisse am anderen Ende das dafür sorgt das man einen einfachen Anruf solange vor sich hin schiebt das es letzten Endes zu spät dafür ist. Warum greift man eigentlich nicht direkt zum Hörer? ICH glaube, es gibt ein paar Leute die schon lange auf einen Anruf von mir warten!!!

    August 20

    Einfach mal wieder Danke sagen....

    ...das ist etwas, das man gerne vergisst, wenn es einem (wieder) gut geht. Auch ich habe es oft vergessen, nicht die richtigen Worte gefunden, oder die Menschen denen mein Dank gilt schon vorher aus den Augen verloren. Wobei -  einen Menschen "aus den Augen verlieren" wieder ein Thema für sich ist, aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr. Aber gerade heute wurde ich wieder einmal daran erinnert, wieviel Gutes mir im letzten Jahr doch eigentlich widerfahren ist. Einem Jahr, das scheinbar rabenschwarz anfing. War ich nach der Trennung von meinem damaligen Freund im Oktober 2006 doch mehr als nur am Boden. Der Nervenstress und alles andere schienen kein Ende mehr zu nehmen und ich habe manchen Tag gedacht...."jetzt ist vorbei - nur noch eine Kleinigkeit und du machst einfach nicht weiter!" Dann kam der November und mit ihm neues Licht ins Dunkel während die Tage an sich doch zu den Dunkelsten des Jahres zählen sollten sorgte mein Schicksal dafür das meine Lebensgeister wieder erwachten. Schwer war es noch immer...aber was ich damals noch nicht wusste weiss ich heute, das ich mich schon auf dem Weg zur Erfüllung meines grössten Lebenswunsches befand. So geben ALLE scheinbaren Rück- und Schicksalsschläge der Zeit seit November 2006 ihren Sinn wenn man bedenkt an was ich erinnert wurde...nämlich an den Wunsch,  den ich im Oktober 2006 in die Sterne schickte: "Bitte lass mich einen Menschen finden, der mich sein lässt wie ich bin, der mich mein Leben leben lässt und doch immer da ist wenn ich ihn brauche!" Das es dazu erstmal nötig sein würde das ICH sehe wie ich wirklich bin....DAS habe ich damals wohl nicht mit bedacht *lach*...aber das Schicksal macht keine halben Sachen.

     

    Tja - wie bin ich mag sich da jetzt so mancher fragen....und ich werde den Teufel tun, mich jetzt hier selber zu beschreiben. Aber JEDER Mensch ist mehr als nur die Summe seiner Eigenschaften und denen die mich immer noch falsch sehen sei gesagt....es ist nicht wichtig was ihr über mich denkt....es ist nur wichtig das ihr mit euerer Meinung über mich leben könnt....weiteres wäre hier und jetzt zuviel und würde den Rahmen sprengen. Ausserdem sind schon andere so damit beschäftigt sich selbst und ihr Glück zu demonstrieren das ich mir das getrost sparen kann!

     

    Nein, mit diesem Text will ich wirklich einfach nur mal Danke sagen...und zwar all denen, die mir das Schicksal an die Hand gab das ich meinen Weg von Oktober bis jetzt und heute schaffen konnte - besonders denen die die Stürme überstanden haben mit mir und immer noch da sind oder die ich in stürmischen Zeiten an die Seite gestellt bekam und die mich bis heute begleiten. Und auch hier möchte ich keine Namen nennen und das aus verschiedenen Gründen - wobei der VORDRINGLICHSTE darin liegt, das man als Aussenstehender immer nur das Handeln einer anderen Person sieht, niemals aber deren Motivation und möge sie auch noch so unbewusst sein. Aber ich habe inzwischen gelernt, das jemand, der dein Leben rettet es dir eigentlich nehmen wollte und jemand der dich fast umbringt dir noch nicht einmal schaden wollte. Wir alle sind Werkzeuge des Schicksals und wir alle spielen - jeder für sich und in seinem Kreis - unsere Rolle ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht!

     

    Also - Danke all denen, denen mein Dank gebührt. ob sie ihn nun wollen oder nicht. Danke dem Leben, das mich täglich neues lernen und erleben lässt und danke dem Schicksal - krumm und unübersichtlich seine Wege auch manchmal sein mögen!!!!

    Aber eines noch - und auch DAS geht an alle...ob sie sich jetzt daran wiederfinden oder nicht....ich HASSE nicht....NIEMANDEN....denn das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass sondern Gleichgültigkeit....und es gibt ein paar Menschen in meinem Leben oder an dessen Rand oder in seiner Vergangenheit - die sind mir einfach EGAL!

    August 15

    Wenn eine Lüge....

    ...dich am Leben gehalten hat bleibt es immer noch eine Lüge. Und wenn am Ende dieser Lüge dann noch nicht mal mehr die Ehrlichkeit steht zuzugeben das es eine war bleiben Schmerzen, Schmerzen die immer und immer wieder den Blick in den Spiegel erschweren, Schmerzen die immer wieder zu Tränen führen, Schmerzen die manchmal so stark sind das man meint schreien und sich krümmen zu müssen, das man um sich schlagen möchte weil es einfach immer und immer wieder weh tut. Da kann die Gegenwart noch so schön sein, der Gedanke an das Vergangene, an das was man selber gab und fühlte unter dem Glauben an das was sich im Hinternach als gelogen herausstellte - und immer wieder die Frage nach dem WARUM. Was gibt einem Menschen das Recht so zu handeln, mit dem Herz und den Gefühlen eines anderen Menschen so umzugehen? Was hat ein Mensch davon- und warum, warum zum Henker hat man selber es nicht gemerkt - man hätte es doch MERKEN müssen. Aber nein, ich habe geglaubt, habe an die Worte, die Handlungen, an alles, an jeden Blick und jedes Wort geglaubt und jetzt fühlt es sich an als wenn ich auf einem Weg stünde wie man es macht, wenn man ein Haus verlässt indem man zuhause war....man geht ein paar Schritte und dreht sich noch mal um und das was einst Heimat war verändert sich zu etwas vor dem man sich ekelt vor dem man laufen gehen möchte - nur kann man vor seiner Vergangenheit nicht mehr laufen gehen....sie wird immer da sein und mit ihr auch die Schmerzen.

    Anfangs....anfangs hat man noch das Schwanken....die Frage...war es DAMALS eine Lüge oder ist das JETZT eine Lüge.

    Anfangs....anfangs klammert man sich noch an das was man meinte zu wissen, gefühlt zu haben, gespürt zu haben. Aber irgendwann kommt der Tag der Gewissheit, der Tag an dem man WEISS....man wurde belogen. Man wird nie erfahren warum, man wird nie erfahren was den Menschen dazu getrieben hat so mit einem anderen Menschen umzugehen aber man steht vor der Gewissheit - man wurde benutzt! Man wurde zum Spielball einer Handlungsweise, die man nicht versteht, derer man selbst nicht nie niemals fähig wäre. Irgendwann kommt der Tag an dem man es einsehen muss - es war so.

    Ich glaube, wenn DIESER Moment da ist - wenn das Schwanken aufhört....ok es tut noch mal saumässig weh...aber ich glaube an diesem Tag kann man anfangen abzuschliessen. Klar....da kommt noch mal ne riesen Hasswelle. Und in manchen Momenten will man morden für das was einem dieser Mensch damit angetan hat. Aber auch das geht vorbei. Und irgendwann ist man wieder frei. Frei von Schmerzen, frei von schmerzhaften Erinnerungen und all den Bildern die unter Einbeziehung des neuen Wissens einfach nur noch dafür sorgen das man sich vor sich selber ekelt, frei von den Ketten erlogener Gefühle geheuchelter Sympathie. Man kann abschliessen weil man weiss....nur man selber hält noch fest, weil es immer schon so war, das nur man selber festhielt. Hätte man sich nicht so an die Lügen geklammert, hätte der andere vielleicht schon viel früher sein wahres Gesicht gezeigt. Hätte man nicht so gekämpft um diesen Menschen sondern sich früher auf das besonnen was man in sich selber eigentlich schon lange gefunden hatte hätte sein Spiel schon viel früher ein Ende gefunden. Und man hätte viel weniger aufzuarbeiten.

    SCHLIMM sind nur die "Folgeschäden" - unter denen dann Menschen zu leiden bekommen, die gar nichts dafür können. Schlimm sind die Ängste es könnte sich wiederholen....man könnte ein weiteres Mal nur benutzt und ausgenutzt werden. Schlimm sind das Misstrauen und die Eifersucht, die Verlustängste und die Albträume....schlimm sind auch das eigene Einigeln, die Angst vor den eigenen tiefen Gefühlen und das bei manchen Menschen sogar das dadurch ausgelöste Wegrennen vor den Gefühlen anderer Menschen - denn auch diese könnten erlogen sein.

    Und schlimm für die Umwelt sind die Gefühlsschwankungen zwischen Euphorie Aggression und tiefster Depression. Schlimm sind die Momente der Unsicherheit, des gar nichts mehr wissens...des antwortlosen hinterfragens der eigenen Person, des eigenen Lebens.

    Menschen nach einer solchen Trennung sind nicht leicht zu ertragen - auch ich bin es gerade mit Sicherheit nicht. Aber ich möchte denen danken die da sind - genau deswegen oder trotzdem, die zu mir halten auch wenn ich manchmal launisch, in mich gekehrt oder kautzig bin, wenn ich derzeit mehr schreibe als zu reden und wenn ich rede immer wieder die gleichen Fragen stelle auf die es doch keine Antwort gibt - es sei denn sie käme von DEM Menschen der all das verursacht hat.

    Komplexes Denken....

    ...und ein weiterer Versuch, dieses schriftlich UND verständlich niederzulegen.

    Manchmal ein Ding der Unmöglichkeit wie mir scheint. Fakt ist, in meinem Gehirn sind NICHT nur Gedankengänge im Ablauf die sich damit beschäftigen was ich anziehe, was ich koche, was ich tun muss oder was als nächstes ansteht, nein, darüber hinaus mache ich mir sehr viele Gedanken um die Menschen in meinem Umfeld und DEREN Denken und Fühlen. Schon seit langen Jahren versuche ich, ebendies abzustellen, führt es mich doch immer und immer wieder an einen Punkt an dem ich erkennen muss, das die wenigsten Menschen wirklich ehrlich sind was ihre Gefühlswelt angeht....die meisten versuchen den Erwartungen ihrer Umwelt gerecht zu werden und treiben sich damit selber zum Teil in einen Zustand, der bald an Schizophrenie grenzt. NUR nicht zeigen was man wirklich fühlt sondern entweder den Erwartungen der Umwelt gerecht werden oder eben den Vorhersagen NICHT gerecht zu werden DAS ist was man anstrebt....aber wo bleibt der Mensch, wo bleibt das Gefühl....wo bleiben das eigene Wohlfühlen und die Zufriedenheit? WO bleibt der wirkliche, der eigene Weg?

     

    Und dann die nächste Frage...KANN man den eigenen Weg überhaupt noch gehen? KANN man es sich ab einem gewissen Alter überhaupt noch leisten man selber zu sein oder überlagern irgendwann die Erwartungen der Umwelt die eigenen Ziele und Wünsche....DARF man das noch?

     

    Was schreibt ein guter Freund in einer Profilinfo über sich selbst? "ich bin nicht depressiv, nur weil ich viel nachdenke......." Ich würde mich selber auch nicht als depressiv bezeichnen, eher als verschroben, versponnen und ein bischen verrückt. Zumindest wenn ich versuche mich mit den Augen der anderen zu sehen - derer die NICHT genauso empfinden wie ich. Und genau DA beginnt mein Problem. Mehrfach in der Vergangenheit glaubte ich mich verstanden, mehrfach wurde ich auf lange Sicht gesehen enttäuscht. Immer und immer wieder komme ich mit den Menschen um mich an den Punkt an dem entweder ICH ihnen oder SIE meinen Erwartungen nicht mehr gerecht werden.

    SOLL es denn mein Leben sein die Menschen in meinem Umfeld in unterschiedlichen Abständen "auszutauschen" wie man es mir schon unterstellte? Aber wie soll ich denn bleiben wenn ich nicht mehr verstandenwerde, wenn NICHTS von dem was ich fühle und sage noch ankommt, wenn anders gehandelt als geredet wird, wenn Worte nichts mehr bedeuten und Versprechen und Schwüre nur noch Worte sind?

    Und keiner...KEINER weiss um die Schmerzen die die Gefühle die sich um mein Handeln ranken in mir auslösen, keiner weiss was IN mir vorgeht derweil ich nach aussen hin weiter meine Rolle spiele....keiner weiss wie weh mir manches Wort tut, egal ob unbedacht gesprochen, genau NICHT gesprochen oder gebrochen.

     

    Nein - auch ich brauche keinen Blog um mich AUSZUHEULEN - aber ich nutze ihn um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen bevor sie meinen Kopf sprengen und mich in den Wahnsinn treiben...und wer weiss...vielleicht findet sich in diesen Gedanken ja mal ein Mensch wieder der genau das Gleiche fühlt und spürt und in manchen Momenten mit den gleichen Schmerzen genau so einsam ist wie ich. Und ich hoffe immer....das Menschen die das lesen und sich darin wieder erkennen mir mal ne Nachricht zukommen lassen................vielleicht finden wir ja gemeinsam den Sinn darin so leben und fühlen zu müssen......

    August 10

    Im Grunde...

    hat es sich nie geändert! Aber wer meint, 25 Jahre müssten reichen um sich an manche Dinge zu gewöhnen, dem muss ich sagen, er irrt.  10 Jahre davon habe ich gebraucht, um überhaupt anzuerkennen, was scheinbar allen anderen offensichtlich war - nach aussen hin ein Mensch wie jeder andere auch habe ich Einstellungen und Eigenarten die mich zu etwas Besonderem machen, die mich von ALLEN anderen Menschen separieren, distanzieren. Und vieles von dem, das ich mit mehr oder weniger grosser Arroganz und nicht ohne einen gewissen Stolz in den Raum stelle hat seine Berechtigung einzig und allein in der Frage, ob das Glas nun halb leer oder halb voll ist - meine Gläser sind IMMER halb voll auch wenn mich diese Einstellung im Hinblick auf meine Person oft weit mehr kostet als nur das müde Lächeln, das andere von mir sehen!
     
    In der Schule, nun in der Schule wurde ich einfach nur dafür gehänselt. Einzelgänger, ständig in Gedanken verstrickt die oftmals zu komplex waren um sie Gleichaltrigen überhaupt mitzuteilen, selten im Hier und Jetzt und mit einem Bein und meinen Gedanken nicht nur scheinbar ständig woanders ist es ein Wunder, das ich meine schulische Laufbahn überhaupt in der Art und Weise abschloss in der ich es tat - mit Realschulabschuss und Zulassung zum Abi nämlich. Meine Lehrzeit war eine einzige private Hölle und schon vor ihr bediente ich mich im Umgang mit anderen Menschen des Hemmungslösers Alkohol. Als arrogant und hochnäsig verschrieen, sah keiner was sich hinter der glatten Fassade verbarg - ein Mensch nämlich der SO unsicher war, das er fürs Atmen am liebsten um Erlaubnis gefragt hätte - aber tief in sich spürte das er sich damit nur ein weiteres Mal lächerlich machen würde...und es alleine deswegen liess.
     
    Fragen zeugt von Interesse? Meine Fragen stellten und stellen scheinbar die Menschen von denen ich mir die Antworten wünsche mit dem Rücken vor die Wand - nein, ich habe mir das Fragen stellen deswegen nicht abgewöhnt, ich versuche mich nur seit Jahten daran zu gewöhnen, das ich keine Antworten bekomme.
     
    Resignation? Ja auch sie droht sich öfters breit zu machen - phasenweise häufen sich die Vorfälle und ein Teil von mir möchte dann immer am liebsten in ein Mauseloch verschwinden....sich zurückziehen...in Deckung gehen und weinen. Aber der andere Teil von mir kämpft weiter und zwingt mich immer wieder auf die Füsse, zwingt mich immer wieder dazu weiter zu machen wo andere aufgeben...
     
    Auch im Moment schwanke ich wieder zwischen Rückzug nach ungerechtfertigtem Angriff und dem Wunsch mich einfach nur zu wehren aber wie soll ich Leuten erklären was ich lebe wenn ich es selber doch nicht verstehe?
     
    Manche Momente ist alles super klar und mein weiteres Leben liegt vor mir wie ein offenes Buch und dann gibt es wieder andere momente....Momente wie diesen in denen ich mich frage ob es nicht besser wäre mich doch komplett aus allem zurück zu ziehen. Nur weiss ich aus der Erfahrung der letzten Jahre das mir das auf Dauer eh nicht gelingt....also mache ich doch am besten da weiter wo ich eh schon steh und akzeptiere das ich nicht aus meiner Haut kann und eben so bin wie ich bin - sprich ich akzeptiere DAS was andere zum Teil in die Weissglut treibt.
     
    Allen Menschen recht getan ist eben eine Kunst die niemand kann - auch nicht eine Britta so gern sie es manchmal würde!
    August 08

    Ich müsste...

    ...mich besser fühlen - doch die Trauer bleibt!
     
    Wieder einmal bin ich mir selber treu geblieben habe zu dem gestanden was mich ausmacht und tue es noch - werde es auch weiterhin sein und bleiben - aber warum, warum nur war all das nicht genug als es um das ging an dem mein Herz hing? Gehört es zur Weiterentwickung immer wieder festzustellen das man NICHT verstanden worden ist? Wie heisst es in einem Gedicht von Christine Allert - Wybranitz? "wir haben diskutiert, geredet, die Worte liegen im Raum, ihn füllten sie. Innerlich leer gehe ich fort, zentnerweise Worte liegen lassend.....!" Wieviele Räume haben wir mit unseren Worten gefüllt, unzählige Nächte geredet - manchen Dieser Nächte verdanke ich bei näherem Hinsehen mein Leben - und bald wärst es auch du gewesen der es mir wieder genommen hätte.Viele unserer Gespräche sind mir in Erinnerung als wäre es gestern gewesen das wir sie führten, manches von ihnen habe ich sogar schriftlich noch und stehe JETZT vor dem Phänomen das du in vielen wesentlichen Punkten genau den Inhalten dieser Gespräche widersprichst - und ich möchte weinen und schreien zugleich. Warst du nicht ehrlich  - oder bist du es nicht? Eine der beiden Aussagen ist gelogen - aber welche? Und wenn du gelogen hast  - warum? Wenn du nicht der warst den ich sah - warum bist du dann geblieben wenn ich dich nie verstand? Wenn du jetzt lügst - warum bist du dann gegangen wenn du doch mit mir glücklich warst?
     
    Warum es mich immer noch interessiert? Weil ich mir treu geblieben bin - eben genau deswegen. Und deswegen auch keinen Hehl daraus mache das es mich immer noch schmerzt nicht zu wissen woran es gelegen hat. UND weil ausser mir noch ein Mensch lebt der in Deine Zukunft sieht und ich verhindern möchte das wahr wird was schon geschrieben steht.....
     
    Ach Mensch...pass einfach auf dich auf verdammt!

    Klarstellung

    Liebe Besucher meines Blogs,
     
    ich wurde gestern über einen Kommentar darauf aufmerksam gemacht, das ich einen ziemlich missverständlichen Text in meinem Eintrag vom 04.08. (Zwischenstand im Halbfinale) habe.
     
    Somit an euch - auch und gerade an DICH Andree - es ist NICHT so gemeint gewesen das DU einer derer warst welche Dinge wie die beschriebenen getan hatten sondern es ist dadurch zu dem Punkt gekommen, das Tom sich schriftlich nicht mehr zu Dingen äussert, die ihn, uns und/oder sein Privatleben betreffen.
     
    Es war und IST nicht meine Absicht dich mit Vorgängen in Verbindung zu bringen die andere getan und/oder verschuldet haben selbst nicht wenn manche dieser Menschen so nah an dir dran sind das man alleine daraus Rückschlüsse ziehen könnte - aber das wiederum steht auf einem anderen Blatt und gehört nicht hier her!
     
    Also nochmal in aller Deutlichkeit:
     
    Andree DU WARST NICHT GEMEINT!!!!
     
    Und solltest du aufgrund meines missverständlichen Textes irgendwelche Schwierigkeiten haben, sei so gut und verweise die Leute an mich das ich es richtig stellen kann!!!
     
    Danke
    Britta  
    August 04

    Zwischenstand....

    ....im Halbfinale *gg*
     
    Nein mal ernst...verlieren die Menschen langsam den Bezug zur Realität?
    Ich meine - es ist nicht so, das ich NICHT in der virtuellen Welt unterwegs bin - ganz und gar nicht. ABER...ich halte mich meist wenn in Chats auf in denen ich das Glück habe zumindest einen Grossteil der Leute, die sich hinter den Nicks verbergen (sollten) zu kennen. Leider darf ich jedoch in letzter Zeit verstärkt feststellen, das mancher Mensch in der virtuellen Welt mit seinen Daten umgeht wie mit etwas, das nicht wichtig ist. Frage mich dann aber doch - würden diese Menschen ihren Personalausweis auch verleihen? Fakt ist, kenne ich einen Nick kenne ich noch lange nicht den Menschen der dahinter sitzt oder sitzen SOLLTE. Schreibe ich wirklich gerade mit der Person - oder nur mit dem mir bekannten Chatnamen der gerade von einer ganz anderen Person geführt wird? Ist etwas, das ich aus einem Telegramm heraus kopiert bekomme wirklich oder wirklich so geschrieben worden? Wie sicher ist das Kommunikationsmittel Internet? Erst heute machte eine Freundin mich auf etwas aufmerksam, wodurch ich wieder einen guten Teil misstrauischer wurde - eine scheinbare Kopie aus einem privaten Telegramm entpuppte sich bei näherem Hinsehen als Vollfake und machte mir ein weiteres Mal klar wie leicht dieses Medium auch zu missbrauchen ist und zwar zu Zwecken die die dazu verwendeten Mittel ganz und gar nicht heiligen! Ich persönlich habe nun in diesem Spiel gleich zwei Vorteile vielen andren gegenüber - zum einen ist mein Leben ein offenes Buch und ich versuche erst gar nicht irgendwas geheimzu halten mit dem ich erpressbar wäre - zum anderen - wenn ich nicht sicher bin, das ich wirklich mit der Person schreibe die ich dahinter vermute weiss ich mich zu führen. Es gibt IMMER Mittel und Wege die Identität des Menschen hinter einem Nick zu überprüfen, da helfen auch gelöschte Aufzeichnungen und dergleichen nicht.
     
    TROTZDEM - oder vielleicht auch gerade deswegen meine Warnung - seid nicht zu vertrauensseelig dem gegenüber den ihr zu kennen meint. Im Zweifel - hilft ein einfacher Trick: "Warte das ist zu lang zu schreiben - ich ruf dich mal eben an!" (der aber nur hilft wenn man eventuellen Ausreden des vielleicht falschen Gegenübers auch zu entgehen versteht....)
     
    Tja Andree - spätest wenn du DAS liest wird dir klar, warum Tom seine Sachen mit dir nur noch telefonisch regeltAnimoticon
    August 01

    Liebes Tagebuch....

    ...sag mir mal  - wo bitte ist der letzte Monat geblieben?
     
    Oder besser die letzten 6 Wochen?
    Am 15.06. kam meine Tochter wegen ihres gebrochenen Fusses ins Krankenhaus - den Gips hat sie lange schon vergessen.
    Seit dem 30.06. sind wir verlobt - mir kommt es vor als wäre es gestern gewesen das mein Schatz meinen musikalischen Heiratsantrag vom Vortag offiziell bejahte.
     
    Und vorgestern mussten wir uns dann endgültig von Dir verabschieden Fritz. In den frühen Morgenstunden hast du beschlossen friedlich von dieser Welt zu scheiden, hat deine Qual und dein Ringen in diesem Zustand zwischen Leben und Tod ihr Ende gefunden.
     
    Und ironischerweise werde ich dadurch die meisten vom Team wiedersehen - leider unter einem weit weniger erfreulichen Anlass als beim letzten Mal. Trotzdem ist es immer wieder schön zu sehen wie unser Team zusammen steht wenn es um Dinge geht die das Radio und die daran beteiligten Leute betreffen. Es ist mit dem Dreivierteljahr inzwischen eine richtige Familie daraus geworden, sind wir auch über halb Deutschland verstreut stehen wir doch zusammen sobald es um solche Dinge geht.
     
    Ja und sonst?
     
    Sonst geht es uns allen bombig. Und wenn ich mal zeit habe berichte ich euch auch mal wieder mehr!